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Statt Zivildienst nach Südafrika

      Statt Zivildienst nach Südafrika

      FREIWILLIGENDIENST
      Matthias Holl hilft im Heim – Aufenthalt selbst finanzieren

      Aus über 40 Bewerbern wurde der GAG-Schüler ausgesucht. Geld für sein Engagement erhält er nicht.
      von Michael detering

      „Ich kann dort helfen, wo es am nötigsten ist, und lerne eine neue Kultur kennen.“ So fasst Matthias Holl die Gründe für seinen Entschluss zusammen, ab Juli anstelle des Zivildienstes für ein Jahr als freiwilliger Helfer in ein Waisenheim nach Südafrika zu gehen.

      Der 18-jährige Schüler des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums hat sein Abitur geschafft. Schon vorher hatte er sich entscheiden müssen, ob er nach der Schule zur Bundeswehr geht oder Zivildienst leistet. „Für mich stand lange fest, dass ich Zivildienst machen würde. Als ich mich dann in der 12. Klasse in meiner Politikfacharbeit mit dem Thema Kriegsdienstverweigerung beschäftigte, erfuhr ich von der Möglichkeit, ins Ausland zu gehen“, erzählt Holl. Dieser so genannte „Andere Dienst im Ausland“ kann anstelle des Zivildienstes geleistet werden. Holl kennt aber auch die Nachteile, die mit dem Auslandsaufenthalt verbunden sind: „Der Freiwilligendienst dauert zwei Monate länger als der Zivildienst. Und man bekommt auch kein Geld.“ Stattdessen muss sich der Abiturient sogar einen eigenen Förderkreis organisieren, der ihm...

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